Mui Ne

16 04 2010

Am Donnerstag, 08. April, ging es also für uns wieder einmal weiter – nach Mui Ne. Ab an den Strand! Allerdings stand uns vorher noch eine furchtbare Busfahrt bevor – die Straßen in den Bergen sind nicht grad im besten Zustand und in Deutschland würde dort wohl kein Bus verkehren (vielleicht noch nicht einmal jemand der sein Auto liebt), aber in Vietnam geht es nun mal nicht anders und man hüpft so durch die Gegend – von Schlagloch zu Schlagloch – oder krater. Schlafen war also bei dieser Busfahrt mal wieder nicht möglich. Doch auch das haben wir mal wieder gut überstanden und wurden vollends entschädigt.

Mui Ne ist ein kleiner Ort, der eigentlich nur aus einer Straße besteht, die sich am Meer entlang zieht. Dort reihen sich Hotels, Bars & Restaurants sowie Surf Schulen aneinander und alles ist schön beschaulich. Der Strand war mal wieder sehr schön und wir haben uns hier wohler gefühlt als vorher in Nha Trang, da alles etwas ruhiger und kleiner war. Wir haben mal wieder eine kleine Oase gefunden!

Nachdem wir mittags dort angekommen sind, haben wir uns ein Hostel gesucht und sind im Mellow gelandet. Nur über die Straße und wir waren am Strand und dort hausten die coolsten der Coolen Kite-Surfer – ein bisschen zu viel des Guten, aber wir hatten kaum Berührungspunkte mit ihnen. Nach Bezug des Zimmers (wir haben das letzte ergattert) ging es sofort an den Strand! Und dort wurde erst einmal geschlafen, da ja die Nächte zuvor mal wieder etwas kürzer ausgefallen waren. Am Strand konnten wir den Kitesurfern zugucken und uns in die Wellen stürzen – herrlich. Am Abend kam Lukas, einer von den beiden Jungs aus Dalat, auch in Mui Ne an und wir haben uns mit ein paar Leuten aus seinem Bus getroffen. Eine lustige Runde entstand mal wieder – ein Mix aus Engländern, Schweden und Deutschen!

Am nächsten Tag haben wir beim Frühstück Jan kennen gelernt – und per Zufall stellte sich heraus, dass wir am Dienstag zusammen nach Hong Kong fliegen sollten. Die Welt ist doch so unglaublich klein, aber man hat das Gefühl, dass sie beim Reisen noch kleiner wird.

Nachdem wir am Vormittag, in Begleitung von den zwei stattlichen Männern, am Strand gechillt haben und mit kleinen, draufgängerischen, einheimischen Jungs Fußball gespielt haben, ging es am Nachmittag los zu einem Ausflug mit dem Roller. Jan und Lukas waren unsere Fahrer und wir hinten drauf – zur Beruhigung: beide sind auch in Deutschland erfahrene Motorradfahrer. Wir fuhren vorbei am Fairy Stream – ein kleiner Fluss der sich durch die Landschaft schlängelt – bei dem wir eigentlich halten wollten, ihn aber verpasst haben und uns die Zeit drängte. Vorbei am alten Fischerdorf – dort reichte es für ein Foto des Hafens. Vorbei an den roten Dünen – auch dort wollten wir eigentlich halten, aber da wir gehört haben, dass die weißen schöner sein sollten und wir zum Sonnenuntergang da sein wollten, fuhren wir auch hier weiter. Die Landschaft war beeindruckend. Dünen, rote Steine, Meer, kleine Dörfer und ein bisschen Grün. Die Fahrt zur weißen Düne dauerte leider länger als gedacht und wir kamen pünktlich, leicht abgehetzt, bei den weißen Dünen an. Dort wurden wir allerdings vollends für die Hetze entschädigt, denn die Düne war toll und die untergehende Sonne schenkte uns ihr schönstes Licht. In der Dunkelheit, unter ein klaren Sternenhimmel fuhren wieder zurück nach Mui Ne. Am liebsten hätt ich irgendwo angehalten, mich unter die Sterne gelegt und dort übernachtet. Der Himmel war so klar, denn es waren kam Lichter im Umfeld und man konnte, wenn man könnte, alle möglichen Sternbilder lesen. Doch der Hunger & Durst nach einem kühlen Bier drängte uns nach Hause.

Die weiße Düne in ihrer vollen Pracht

Die weiße Düne in ihrer vollen Pracht

Die Nacht führte uns zum Strand zu diversen Bars und Parties. Nach einem großen Lagerfeuer saß man einfach nur am Strand – Jan und ich spielten das wohl schlechteste Billardspiel aller Zeiten und die Truppe vom Abend zuvor gesellte sich auch etwas später zu uns. Das Nachtbaden wurde uns leider durch RIESENquallen am Strand verwehrt, aber dennoch war es ein runder Tag mit viel Spaß und Wind um die Mütze.

Am Samstag ist Lukas gegen Nachmittag nach Saigon gefahren, wo er sich mit Oliver wiedervereint hat und wir sie am nächsten Tag auch treffen wollten. Zuvor lagen wir jedoch in einer etwas ruhigeren Bucht, wohin uns die Jungs mal wieder kutschiert haben mit den Rollern. Der restliche Tag wurde zum Sonnen baden, schwimmen und ausruhen genutzt. Nach verzweifelter Suche nach einem neuen Bikini für Carla, die erfolglos beendet wurde, haben wir uns erneut in die Nacht gestürzt. Und überraschenderweise haben wir mal wieder Leute getroffen, die wir zuvor schon in Nha Trang kennen gelernt haben – wie gesagt, die Welt eines Reisenden ist klein.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, wir hatten quasi ein Buffet auf dem Tisch und etwas hektischem auschecken, ging es Sonntag mit dem Bus Richtung Saigon. Jan ließen wir dabei noch für eine Nacht in Mui Ne zurück. Dies war unsere letzte Busfahrt. Schon ein komisches Gefühl nachdem wir tausende von Kilometern mit dem Bus durch Südostasien gefahren waren – also genossen wir sie besonders… indem wir schliefen!



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2 Antworten zu “Mui Ne”

  • Calau sagt:

    Schön, dass es dir immer noch gefällt. Jetzt muss ich nur noch Saigon aufarbeiten und dann bin ich/ seid ihr fast wieder up-to-date!
    Knutscha in die Heimat

  • Mamutschi sagt:

    Hallo meine Liebsten!!!

    ich bin ganz glücklich wieder von Euch zu lesen!! Es ist immer noch so schön, die Eindrücke sind beeindruckend! Kuss Eure Mamutschi
    Passt weiter gut auf Euch auf……., da bin ich wieder……..und streitet nicht über die Benutzung des Läppies:`))

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