Hong Kong – Part 1
18 04 2010… Stadt der Begegnungen!
… Stadt der Kontraste!
… das asiatische London!
Es gibt so viele Assoziationen mit dieser Stadt und es ist ein absoluter Kulturschock auf der einen Seite und auf der andern Seite, kommt es einem so bekannt vor.
Aber fangen wir von vorne an. Unsere Reise nach Hong Kong fing früh am morgen an mit einer schlaflosen Nacht am Flughafen von Saigon. Im Wartebereich schliefen wir noch ein bisschen. Ich schreckte einmal hoch, als eine englische Dame vor mir stand, die meinte, wie lustig es aussehen würde, wie wir dort schlafen – sie fragte nach meinem Fotoapparat und ich gab ihn ihr im Halbschlaf.

Als wir gegen zehn Uhr morgens Ortszeit landeten ging alles ziemlich schnell. Die Passkontrolle. Das Gepäck einsammeln. Und der richtige Bus in die Stadt war auch schnell gefunden. Dieser fuhr uns direkt vor die Tür unseres Hotels – dem Las Vegas Guesthouse in der Chungking Mansion. Carla war von Anfang an etwas ängstlich wegen unserer Unterkunft, weil darüber zwiespältige Geschichten im Internet zu lesen waren. Deswegen war sie froh, dass nun Jan an unserer Seite war als männliche Unterstützung. Die Chungking Mansion ist eine Stadt für sich – nur eher ein bisschen wie ein Ghetto. Eigentlich ist das böse zu behaupten, aber hier gibt es nur Inder, die einem maßgeschneiderte Anzüge, Telefonkarten und sonstigen Kram verkaufen wollen sowie Schwarze – kein einziger Chinese weit und breit. Das ist am Anfang etwas befremdlich, aber man gewöhnt sich nach einger Zeit daran und fühlt sich dennoch sicher. Zudem ist alles Video überwacht – sogar die Aufzüge, was teilweise sehr lustig zu beobachten ist. Unser Guesthouse liegt im 15. Stock im Block C der Chungking Mansion – unser Zimmer ist etwa 6m² gross und ziemlich voll und schwer zugänglich dank unserer Rucksäcke. Unser Bad ist Toilette und Dusche in einem, was wir aber schon aus diversen anderen Unterkünften gewohnt sind.
- „Deluxe Hotel“ würde ich das nicht nennen
- Blick auf die Chungking Mansion von der Strasse
- Die Hotels in unserem Block C – jeder Stock ein neues oder mehrere
- Unser Zimmer
- Ebenfalls der schöne Blick aus unserem Fenster in einen Innenhof
- Der Blick aus unserem Fenster
Die Aufzüge fassen nur 6 Personen und ab und zu piept es dann, weil er überladen ist, aber alle halten sich fleißig dran und der Letzte steigt dann wieder aus. An manchen Tagen und vor manchen Blocks stehen Schlangen vor den Aufzügen und man wartet teilweise ewigh bis man an der Reihe ist – aber das ist man gewohnt in Hong Kong. Alles ist etwas voller, läuft dafür aber in geregelten Bahnen – eben wie in England.
Da Hong Kong doch sehr teuer ist, und nicht ganz in das Budget eines Backpackers passt, ernähren wir uns hauptsächlich von Cup Nudeln (also Nudeln, heißes Wasser drauf, Gewürzmischung dazu, 3 Minuten ziehen lassen – fertig) und Toastbrot – ab und zu gönnen wir uns natürlich auch was besonderes, aber so können wir ziemlich sparen. Denn wir möchten nicht an den Dingen sparen, die wir uns angucken und dergleichen – also lieber am Essen(Fastfood gleich billig) und so wieder die Pfunde raufkriegen, die wir zuvor in Südostasien verloren haben.
Die ersten beiden Tage war also Jan noch mit uns hier und wir haben mit ihm zusammen einen kleinen Run durch Hong Kong gemacht und uns erst einmal die wichtigsten Dinge angeguckt, die es so gibt. Unser Hotel liegt ziemlich praktisch – fast perfekt in Kowloon an der Nathan Road, direkt an der U-Bahn Station Tsim Sha Tsui. Super Ausgangspunkt für viele Sachen.
Dienstag, unser Ankunftstag, hatten wir noch den halben Tag nach einchecken in das Hotel und schneller Dusche. Also sind wir erst einmal etwas in Kowloon rumgelaufen und haben etwas gegessen. Noch sehr dekadent bei Pizza Hut. Das erste westliche Essen seit Wochen – und ich habe es nicht vermisst. Ehrlich gesagt sehne ich mich jetzt schon wieder nach leckerem Thai Curry, Fried Rice mit Gemüse und dem ganzen leckeren Fisch. Aber so ist das nun mal. Allerdings war Pizza Hut noch nicht einmal günstig – aber dennoch ganz gut.
Danach ging es mit der Fähre rüber nach Hong Kong Island, wo wir erst einmal durch Victoria liefen und völlig überwältigt waren von den ganzen Hochhäusern, Neubauten und Superlativen. Unser Weg führte uns zwischen den Hochhäusern durch, durch kleinere Strassen und dann zu einer Rolltreppe, die fast komplett den Berg hochfährt – eine Straße aus Rolltreppen. Scheinen doch sehr faul zu sein die Hon Kong’nesen, denn fast überall gibt es Rolltreppen oder Lifts. Aber eine Rolltreppe, die eine normale Straße hochführt, hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Durch SOHO geht es immer weiter hoch – bis man im Nichts endet. Vor einer Bushaltestelle unterhalb des Parks in etwa. Und nu? Wir wollten auf die Peak fahren und hofften etwas sehen zu können. Denn wo zuvor am Mittag noch Sonne war, regnete es nun teilweise und die Wolkenkratzer steckten schon teilweise in den Wolken. Aber wir waren ganz optimistisch. Also schnappten wir uns ein Taxi, die Bequemlichkeit steckt an, und fuhren zur Bahn „Funiculare“ um auf die Peak zu gelangen.
Die Fahrt hinauf dauert nur wenige Minuten und man sitzt fast senkrecht, weil es so steil ist. Leider fuhren wir immer mehr in den Nebel hinein und oben angekommen hatten wir wohl eine Sicht von etwa 5 Metern – nicht gut, wenn man auf die Skyline von Honk Kong blicken will. Wir warteten noch ein bisschen ab, aber auch im Dunkeln wurde die Sicht nicht besser und die Lichter hatten keine Chance durch die dicken Nebelschwaden zu gelangen. Leicht enttäuscht, obwohl es auch beeindruckend war, traten wir die Abfahrt an. Wir hätten ja die Chance noch einmal hochzufahren, aber Jan nicht.

Auf der Peak - hinter uns Nebel und darunter wohl die Skyline von Hong KongSelbst der Peaktower war kaum zu sehen
Nun suchten wir mal wieder nach einer Möglichkeit zum Dinnieren. Das ist in Hong Kong sehr schwierig, denn es gibt einfach zu viel. Wärend unserer Suche liefen wir durch Filmaufnahmen. Mehrmals. Es kann also sein, dass wir nun unfreiweillig in einem chinesischen Blockbuster mitspielen, denn die Kamera wurde fleißig draufgehalten – ob Stars anwesend waren – keine Ahnung! Ich kenne nur Jackie Chan und der war nicht da.
Letztenendes haben wir uns dann für ein Thai Restaurant entschieden, da wussten wir was wir haben. Danach ging es noch kurz in den Irish Pub – verrückt. Aber sowas gibt es hier! Dort haben wir auch festgestellt, dass das Bier hier einfach zu teuer ist und wir eine Bierfreie Woche einlegen werden.
Kategorien : Allgemein, Asien, Hong Kong






















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