Mekong Delta

29 03 2010

… früh am Morgen!

Am Samstagmorgen ging es also mal wieder früh raus in Can Tho. Um 6 Uhr zum Frühstück und dann ab auf den Fluss. Wir hatten ja unsere Tour gebucht und waren heute mit einer großen Gruppe unterwegs nachdem wir gestern nur zwei Leute waren. Wie wir uns gewünscht hatten, waren viele ältere Leute dabei, Franzosen, Engländer, Holländer – viele Menschen, die viel zu erzählen hatten und mit denen wir viel Spaß hatten. Erst ging es auf dem belebten Mekong zum größten Floating Market des Deltas. Der Großmarkt. Große, vollbepackte Schiffe verkaufen ihre Ware, meist Obst und Gemüse, an kleine Händler auf ihren Booten, die es dann wiederum auf dem Markt verkaufen. Ein geschäftiges Treiben und Handeln. Kurz danach legten wir an und haben uns eine Reispapier“fabrik“ angeguckt. Dort wurde uns erklärt wie man aus den Rohstoffen, das hier so beliebte Nahrungsmittel herstellt, aus dem dann Nudeln oder andere Dinge hergestellt werden. Auf dem Weg fiel eine englische Dame aus der Gruppe, ein Hans guck in die Luft, von einer klitzekleinen Brücke in den Graben voll Matsche und hielt dich dabei in einem Stacheldraht fest. Doch wie ein Wunder ist ihr nichts weiter passiert, sie hatte direkt neben die Stacheln gegriffen, und hatte außer viel Matsche an den Füssen und Beinen, nur ein paar weitere Schrammen und eine zerrissene Hose. Nach einer kleinen Rettungsaktion konnte es dann aber weitergehen und sie konnte es mit Humor gehen – daraufhin war jede Brücke ein willkommenes Fressen den running gag anzuwenden. „Mind the gap“! Das schien allerdings nur ausgleichende Gerechtigkeit, denn ihr Mann war den Tag zuvor in der Dusche ausgerutscht und trug davon eine fette Brüsche am Schienbein. Wieder an Bord unseres Bootes ging es dann weiter in die kleineren Kanäle. Eigentlich hatten wir die Hoffnung, dass wir auf kleine Boote umsteigen, um noch tiefer reinfahren zu können, aber leider war dies nicht der Fall. Auch ein Grund für uns, sowie die Fahrt am Tag zuvor und die Tatsache, dass zwei Programmpunkte unterschlagen wurden, nie wieder so eine Tour zu machen, sondern wie bisher gehabt alles auf eigene Faust zu machen. Trotzdem fanden wir den Ausflug recht lohnenswert und haben so einen guten Eindruck bekommen. Nach einem kurzen Halt an einer Monkey Bridge, eine Brücke aus einem Bambusstamm und einer kleinen Kletteraktion über diese, unsere englische Freundin durfte daran nicht teilnehmen, ging es weiter über den Fluss und wieder zurück an Land. Dort ging es dann schon bald in den Bus Richtung Ho Chi Minh City. Der Bus war diesmal recht komfortabel und wir hatten auch keine Polizeikontrolle oder ähnliche Zwischenfälle – aber diesmal saßen wir ja auch in einem Touribus. Die Busfahrt war recht unterhaltsam. Erstens mussten wir kurz nach Fahrtbeginn schon wieder alle raus, und zweitens wurden wir bestens von Armin, einem Holländer, unterhalten. Wir mussten alle wieder aus dem Bus, weil es auf eine Fähre über den Mekong ging, da die Brücke erst in einem Monat fertiggestellt sein wird – und das ist wirklich ein Spektakel, denn es fahren ungefähr 3 Fähren recht zeitnah, ist ja auch keine weite Strecke, und jede ist überfüllt mit Rollern. Schon im Wartebereich tummeln sich die Roller – so viele, dass man sie kaum zählen kann. Und wenn dann alle losfahren, machen sie ein ohrenbetäubendes Geräusch. Ein Erlebnis! Und Armin, der Holländer war durchaus unterhaltsam, weil er natürlich seinem Ruf als Holländer vollends nachkam, und sich schnell herausstellte, dass wir mal wieder eine Gemeinsamkeit haben. Mal wieder ist es Sylt – so war es bei Kathi vorher auch. Und zwar ist Armin der Sohn von dem alten Ziegenpeter in Keitum – das hat uns sehr erfreut und mal weder ist klar: die Welt ist ein Dorf.

So verging die vierstündige Busfahrt sehr schnell und wir kamen endlich am späten Nachmittag  in Ho Chi Minh City, Saigon, an.



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5 Antworten zu “Mekong Delta”

  • Paula sagt:

    Liebe Laura,liebe Carla.was freue ich mich immer von Euch zu hören und wünsche Euch weiter hin viel Spass und passt auf Euch auf ,alles Liebe Paula mit Aenni.Habe seit Do. Besuch von Feli und Inge mit Dackel Paula es ist auch bei uns kurzweilig.

  • Calau sagt:

    Hallo Paulchen, wir haben dich gerne dabei!
    Dicker Kuss und eine feste Umarmung

  • Paula sagt:

    Grüsst Euch Ihr lieben,ich bin ja so begeistert von Eueren tollen Berichten und freue mich riesig so dabei sein zu können,weiterhin alles Liebe und viel Spass an neuen Erlebnissen,Euere Paula mit Aenni

  • Calau sagt:

    Ja, die Welt ist ein Dorf…. echt witzig!!!

  • Mamutschi sagt:

    Ihr habt ja echt viel erlebt meine Mädels, aber dass mit dem Ziegenpeter sein Sohn , ist schon verrückt. Die Welt ist ein Dorf und Sylt wohl überall:`))

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