Das achte Weltwunder

19 03 2010

Angkor Wat!! Der erste Tag beim Tempel war unglaublich.

Angkor Wat ist nur ein Teil der viel umfassenderen Gesamtanlage Angkor mit seiner Vielzahl von Tempeln, von denen Angkor Thom der Größte ist. Angkor Wat, das berühmte Postkartenmotiv und der Tempel, den man hier in der Nationalflagge und auf Geldscheinen und sonst wo wiederfindet, haben wir heute noch garnicht besucht. Dort fahren wir morgen früh zum Sonnenaufgang hin – um 5.30 Uhr geht es los.

Aber wie gesagt, das Areal besteht aus einer großen Anzahl von Tempeln und ist unglaublich. Wir wurden heute früh von unserem Tuk Tuk Fahrer abgeholt. Er hat uns gestern schon zum Hotel gebracht und so haben wir gleich was verabredet, denn die Distanzen zwischen den einzelnen Anlagen wären zu Fuss kaum zu überwinden bei dieser Hitze. So fährt uns also unser bester Tuk Tuk Fahrer ever von Tempel zu Tempel und wartet dann davor immer auf uns – dann schläft er, oder isst oder chillt mit den ganzen anderen Fahrern. Unglaublich zuverlässig und sehr hilfreich, denn vorher erzählt er uns immer ein bisschen was über die Anlage und die Geschichte in einem fast perfekten englisch – echt toll!!! Morgen früh haben wir also wieder ein Date mit ihm und wir sind schon sehr gespannt.

Also waren wir heute in Ta Prohm, einem ganz tollen Tempel, der auch ein sehr bekanntes Postkartenmotiv bietet. Denn dort sind die Bäume mit der Anlage verwachsen, was wirklich faszinierend aussieht. Danach ging es zum Ta Keo und auf den Wegen dahin sieht man rechts und links immer noch weitere Ruinen und tolle Bilder. Der Ta Keo hat unglaubliche Treppen, die wir hoch geklettert sind – eben viele hundert Jahre alt und unglaublich steil und für kleine Asiaten Füße gemacht. Carla und Kathi hatten totale Angst, aber ich bin ja ein Kletteraffe und habe den Gipfel erklommen.  Danach ging es in die Anlage von Angkor Thom wo wir uns mehrere kleine Dinge angesehen haben. Es ist einfach unglaublich, was die Menschen aus Stein alles machen können. Ganze Geschichten sind dargestellt. Ein Teil beinhaltet viele hunderte Buddhaköpfe – da fragt man sich doch, was für eine Arbeit das gewesen sein muss und mit welchen Mitteln man so etwas zu dieser Zeit geschafft hat? Man kann dort nur staunen und mit lauter Respekt vor dieser Hochkultur durchlaufen.

Zum Schluss kam der beeindruckendste Bau von heute – Bayon. Ein Tempel in dem, aus Stein, riesige Gesichter dargestellt sind. Riesig! Und da wir von der Hitze völlig fertig waren, war dieses Highlight genau das Richtige, um uns wieder ein bisschen aufzupeppeln. Dennoch sind wir danach, nach 5 Stunden Tempeln, wieder in die Stadt gefahren und haben erst einmal unsere Füsse rein gewaschen, denn die waren uuunglaublich dreckig von dem ganzen Staub.

Wieder sauber und frisch haben wir ein bisschen unsere Umgebung erkundet. Unser Hotel liegt ziemlich nah an der Innenstadt, unweit vom Night Market  und vielen Restaurants. Wir haben mal wieder wahnsinnig gut gegessen – die Khmer Küche ist einfach so lecker, dass ich deswegen hier bleiben würde. Wir sitzen echt am Tisch und machen nur „mmmh… ahhha… oooh… lecker“. Zudem sind die Kambodschaner so nett und offen und sprechen alle richtig gutes Englsich, teilweise französisch und auch deutsch. Heute hat uns sogar ein bettelndes Mädchen auf Deutsch angesprochen. Wirklich süß, aber es ist so schwer, denn es sind so viele Kinder, die Postkarten oder Schmuck oder Bücher verkaufen wollen und alle sind süß und lieb. Trotzdem hält man etwas doller die Tasche fest und sagt meist nein zu den Angeboten. Aber wir sind echt begeistert von der Bevölkerung, so nett,  zumal sie dazu auch noch echt attraktiv sind und überhaupt nicht aufdringlich. In Bangkok musste man teilweise tausendmal die Leute abwimmeln, hier sagt man einmal nein und es ist gut – meistens zumindest. Außerdem sind wir echt beeindruckt von der Freundlichkeit und wie gut fast jeder englisch spricht – auch wenn es manchmal nur einstudierte Sätze sind.

Eine Sache erschrickt uns gerade sehr, denn wir empfinden es als wirklich teuer. Generell ist es schwierig hier mit der Währung, denn eigentlich ist die Währung Riel, aber alles wird erst einmal in US Dollar ausgepreist und diese werden auch viel lieber genommen.  Sogar am Geldautomaten kriegt man nur Dollar. In Dollar sind die Preise meist höher und natürlich fragt man dann immer nach Riel, aber es ist sehr schwer, denn hier sind wir die reichen Weißen. Wir hoffen, dass das hier in Siem Reap daran liegt, dass es sehr touristisch ist, denn hier pilgern Massen von Menschen in die Tempel – besonders Busscharen von Asiaten wie Chinesen.  Denn unsere kleine Backpacker Kasse möchte nicht für eine Cola einen Dollar bezahlen… aber auch da werden wir noch die passenden Supermärkte finden, um dies zu umgehen und einfach weiter verhandeln – das haben wir mittlerweile ganz gut drauf.

Nun sind wir also wieder früh im Hotel – es ist auch einfach zu schön hier. Der Standard ist unglaublich hoch und obwohl es wesentlich günstigere Hotels gibt, freuen wir uns gerade über etwas „Luxus“. Wir hatten heute Abend sogar Blüten auf den Betten – Turn down. Und unsere Wäsche hat nun einen rosa Faden. Wir haben Wäsche zum Waschen abgegeben heute morgen und konnten sie heute Abend wieder abholen – und jedes Teil, alles, hatte einen kleinen Faden zur Kenntnis, dass es zu uns gehört – und wir hatten eben pink. Passend!

Wir freuen uns auf morgen!!



Alles Roger in Kambodscha

18 03 2010

Endlich angekommen in Kambodscha, genauer gesagt in Siem Reap. Und uns geht es gut – wieder!

Also, ich fange von vorne an. Nachdem wir einen richtig schönen letzten Tag auf der Insel hatten, haben wir die Nacht zum Tage gemacht. Da wir um 7.00 Uhr morgens bereits am Hostel abgeholt wurden, um uns auf den Weg nach Kambodscha zu begeben, haben wir beschlossen die Nacht durchzumachen, um im Bus schlafen zu können und so die Fahrt zu verkürzen. Pustekuchen!! Wir sind nämlich mit einem kleinen Minibus abgeholt worden, in dem der Platz sehr beschränkt und zudem mit zunehmender Stunde auch immer heißer wurde. Aber eigentlich sind das eher Luxusprobleme. Dann mussten wir ja auch noch auf die Fähre und alle wieder raus aus dem Bus und an Deck. Von der Fährfahrt haben wir alle nichts mitbekommen – eigentlich schade, aber es war noch so früh, dass es eh so diesig war und man kaum was sehen konnte. Danach also alle wieder rein in den Bus und obwohl ich unglaublich müde war, fand ich es einfach schöner in die Landschaft zu gucken – wann seh ich das denn schon mal wieder?! So schnell wohl nicht. Carla hat natürlich mal wieder tief und fest geratzt, aber auch nicht lang genug, um wirklich erholt zu sein. So näherten wir uns also unglaublich schnell der Kambodschanischen Grenze, denn unserer Fahrer fuhr als ob er eine wichtige Verabredung hatte, die er auf keinen Fall verpassen wollte, aber daran muss man sich hier wohl echt gewöhnen. Kurz vor der Grenze wurden wir alle aus dem Bus geladen, samt Gepäck, und es wurde sich um die Visa gekümmert. Carla und ich hatten ja schon eins, aber das half uns hier leider garnichts – wir mussten nur einen Bogen weniger ausfüllen und dennoch auf den Rest unserer Gruppe warten. Also hieß es, in der Hitze warten, warten, warten. Und dann fing die Tortur an, die im Nachhinein garnicht so schlimm war, aber heut Nachmittag sind wir echt an unsere Grenzen gekommen – wörtlich und bildlich und überhaupt. Wir sind mit Sack und Pack zu Fuß zur Grenze gelaufen, bestimmt 20 Minuten, bei gefühlten 40 Grad auf staubigen Wegen und komischen  Leuten um uns herum. Vermummte Thais und kleine Kinder, die Dinge verkaufen wollten oder einfach nur so bettelten. Der erste richtige Kulturschock. Nachdem wir also durch den thailändischen Part der Grenze durch waren, ging es weiter zur wirklichen Grenze nach Kambodscha. In der ganzen Zeit mit Sack und Pack hinten und vorne bei glühender Hitze. Endlich in Kambodscha angelangt, wurden wir wieder in einen neuen Bus verfrachtet und die Fahrt ging endlich weiter. Die ganze Prozedur dort hat uns ungefähr zwei Stunden gekostet und die Sachen haben wir sicher 45-60 Minuten am Körper getragen, so dass wir das auch einmal richtig spüren durften und uns wie geduscht fühlten.

Auch wenn an der Grenze die ein oder andere komische Gestalt zu sehen war, besonders die vermummten Menschen haben uns im ersten Moment beunruhigt – nur Augen zu sehen, Handschuhe, dicke Jacken; wieso? – und es wirklich die bis jetzt anstrengendste und nervenaufreibendste Situation war, weil uns garnicht bewusst war, dass es alles so lange dauern würde, so haben wir uns nicht einen Moment wirklich unsicher gefühlt. Wir hatten die ganze Zeit eine Kambodschanerin an unserer Seite, die uns alles erklärt hat und wirklich sehr bemüht war. Und so ist mittlerweile fast alles wieder vergessen und eigentlich ziemlich harmlos. Reisen ist also wirklich eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. In einem Moment ist man so unglaublich glücklich und dann kommt man in Situationen, wo man sich fragt, warum man das alles über sich ergehen lässt. Aber bis jetzt überwiegen eindeutig die Glücksmomente und auch die weniger schönen Dinge möchte ich um nichts missen. Gerade das ist es ja, was es ausmacht.

Nun sind wir also nach 12 stündiger Reise in Siem Reap, Kambodscha, angekommen – und wir sind mal wieder begeistert, auch wenn wir noch nicht viel geshen haben, weil wir einfach zu müde sind. Aber das Hotel ist unglaublich schön – unglaublich! Die Kambodschaner sind unglaublich freundlich und ticken wohl echt anders als die Thais, sehr angenehm. Und die Vorfreude auf morgen steigt – denn es geht auf zum Tempel – auf nach Angkor Wat. Wir werden uns ein Dreitagepass kaufen, um uns viel angucken zu können. Ich bin unglaublich gespannt das Land und die Leute näher kennenzulernen, denn es scheint auf den ersten Blick so viel anders als Thailand, was durchaus positiv gemeint ist.

Nun werden wir uns also ausruhen und gehen nach einem vorzüglichen Khmer Abendessen ins Bettchen. Freu mich schon, euch von dem Tempel zu erzählen.

Adieu…



Koh Chang in Bildern

17 03 2010

Nun also ein paar Fotos von unserer kleinen Insel. Zur Erklärung müsst ihr leider den langen Beitrag drunter lesen.



Koh Chang

16 03 2010

… island in the sun!

Dass wir im Paradies sind, habe ich ja gestern schon kurz mitgeteilt, aber nun ein paar mehr Details und ein paar Geschichten.

Wir haben uns also letzten Donnerstag früh auf den Weg gemacht, um in dieses Paradies zu gelangen. Nachdem wir vom Hostel abgeholt wurden, wurden alle Touris an einem Punkt gesammelt und in einen VIP Bus verfrachtet. So nennen die das hier, denn dort gibt es eine Klimaanlage und sogar ein paar Filme sowie Schlafsessel. Das können sich die Einheimischen wohl kaum leisten. Was für uns 10 Euro kostet, ist hier ein kleines Vermögen. Da sassen wir nun in unserem Bus für etwa 6 Stunden und kamen dann endlich bei der Fähre an. Mit einer nicht wirklich europäischen Standard entsprechenden Fähre wurden wir dann auf die Insel verfrachtet. Nach einer 45 minütigen Überfahrt waren wir also auf unserer Insel angelangt und hatten nun noch eine halbe Stunde Taxifahrt auf einem Pick up vor uns und waren dann endlich in unserem Hostel „The Sunflower“. Gelegen in einem Palmenhain unmittelbar vom Meer entfernt. Zum Strand laufen wir etwa 5 Minuten und Bars und Restaurants sind in unmittelbarer Nähe.  Gleich nach unserer Ankunft mussten wir natürlich sofort ins kühle Nass springen, allerdings wurde uns schnell klar, dass dies nicht unbedingt eine Erfrischung ist, denn das Wasser hat gefühlte 30 Grad. Trotzdem ist es immer wieder wunderschön und im Vergleich zur Lufttemperatur ist es dennoch eine kleine Erfrischung. Man läuft tief ins Meer hinein bis einem das Wasser bis zum Kinn reicht und Carla wurde auch schon mit einer Luftmatratze, Luma, beglückt.

Leider hatten wir gleich bei der Ankunft eine kleine Überraschung, denn unser Concrete Bungalow, den wir ursprünglich gebucht hatten, war noch belegt,so dass wir eine Nacht in einem Wooden Bungalow verbringen musten oder auch durften. Carla war darüber nicht sehr erfreut, denn der Wooden Bungalow, also aus Holz, hatte überall Ritzen und Löcher und unser „Bad“ war ohne Dach – also pinkeln und duschen unter freiem Himmel. Dementspreched viele krabbelnde Tiere gab es und wer Carla kennt, weiß dass sie hysterische Schreikrämpfe kriegen kann, wenn es um sowas geht. Der Hinweis vom Hostel Inhaber, dass wir doch bitte alles essbare sofort wegwerfen, weil wir sonst noch andere größere Tier anziehen war da nicht besonders hilfreich. Die Nacht war kurz, denn es war unglaublich heiß und feucht und wir konnten alles, ALLES, von unseren Nachbarn hören und diese hatten wohl viel Spaß. Dennoch hat Carla sich wirklich gut geschlagen und wir finden im Nachhinein, dass es eine gute Erfahrung war und garnicht so schlimm – eben mehr Backpacker-like und natürlicher. Nun wohnen wir aber in unserem Bungalow und sind recht zufrieden. Abgesehen von der Hitze und etwas mangelnder Sauberkeit sowie auch hier ein paar kleinen Tierchen fühlen wir uns sehr wohl und kriechen jeden Abend gerne unter unser Moskito-Netz. So gemütlich! Außerdem kann es einen hier echt schlechter treffen.

Lonely Beach, so heißt der Ort in dem wir hier auf der Insel wohnen, ist ein quirliges Örtchen, wo jeden Abend in einer anderen Bar eine Party steigt. Und nach fast einer Woche sieht man überall bekannte Gesichter und quatscht mal hier mal da. Wenn man es einsamer möchte, sollte man wohl woanders wohnen. Dennoch ist der Strand keinesfalls überlaufen und wir genießen die Geselligkeit und das Multi-Kulti-Leben. Hier überwiegen eindeutig die Skandinavier sowie die anderen üblichen verdächtigen Nationen. Unsere Reisegruppe hat sich auf vier erhöht. Katharina, die Bekanntschaft aus Bangkok, die aus Rheda kommt, ist mit uns nach Koh Chang gekommen und bewohnt jetzt den Bungalow neben uns. So wie es aussieht, wird sie uns wohl auch noch bis Phnom Penh begleiten. Und der Vierte im Bunde ist Oyvind. Ein Norweger, wir nennen ihn liebevoll „Norway“, mit dem wir unglaublich viel Spaß haben. Er nennt mich einfach nur „Blanchett“, weil er findet, dass ich aussehe wie Cate Blanchett (übrigens hat das Katharinag bereits ein paar Tage vorher behauptet) und ich wehre mich nicht dagegen zudem passt es ja auch wegen meiner weißen Haut und Carla ist „freckles“ wegen ihrer Sommersprossen. Er ist unglaublich lustig und passt gut rein in unsere Mädelsrunde. So verbringen wir also die meiste Zeit zu viert – Strand, Essen, Party, Ausflüge. So fühlt man sich nicht ganz so fremd und wir finden es jetzt schon Schade, dass wir uns bald trennen müssen. Aber so wird es uns wohl noch öfter gehen.

Freitag war hier die wöchentlich größte Party und ich musste unfreiwillig meine Flip Flops eintauschen. Hier zieht man vor jedem Laden, Bar, Restaurant ob draussen oder drinnen seine Schuhe aus, so also auch bei solchen Parties. Da standen nun also tausende von Flip Flops vor den Treppen des Decks und die Eigentümer liessen die Sau raus. Am Ende waren meine nun verschwunden. Also musste ich leider auch zu anderen greifen, denn der Heimweg ist steinig und dunkel. Ich griff also zu schlichten schwarzen no-name Flip Flops und musste leider am nächsten Morgen feststellen, dass diese nicht identisch sind. Da hatte sich wohl schon zuvor jemand geirrt. Sie sind zwar beide schwarz, aber mit einem anderen Muster und in einer anderen Größe – dennoch trage ich sie jetzt erst einmal auf. Ist wohl wieder das same same Phänomen hier! Hier passieren schon ein paar komische Dinge. Die Parties hier sind schon etwas anders, denn man setzt sich einfach an einen fremden Tisch und spricht mit fremden Leuten. Ich glaube, so etwas passiert einem in Deutschland sehr selten. Und so trifft man manch komische Gestalt, baggernde Typen, aber auch ein paar nette Menschen und interessante Geschichten. Meistens werden Reisegeschichten ausgetauscht, denn jeder kommt gerade irgendwoher oder will irgendwohin. Und so findet sich noch der ein oder andere brauchbare Tipp.

Neben den Parties hat die Insel natürlich noch viel, viel mehr zu bieten und deswegen sind wir ja auch ursprünglich hier: Der Strand, ich erwähnte es bereits, ist unglaublich schön und dort fällt es einem nicht schwer, den ganzen Tag zu verbringen – natürlich im Schatten unter den Mangroven und Palmen. Der Regenwald reicht stellenweise bis ans Meer und hinter einem liegen die Berge. Tolles Panorama. Die Menschen sind sehr nett – Einheimische und Reisende. Das Essen ist unglaublich lecker, meistens zumindest. Manchmal ist es etwas scharf, oder auch sehr, aber generell ist es herrlich und es hängt uns noch nicht zum Hals raus und wir sind nach wie vor sehr experimentierfreudig. Zudem gibt es täglich leckeres Obst, dass im Vergleich zum bekannten deutschen Obst, nach was schmeckt und aus dem sich köstliche Shakes machen lassen. Die frischen Kokosnüsse sind ebenso sehr zu empfehlen. Also, hier gibt es viel zu entdecken.

Am Sonntag sind wir zu einem ganz einsamen Strand gefahren und haben es total genossen. Die nächsten Menschen lagen weit enfernt und das Wasser ging noch flacher rein. Anfangs haben wir überlegt, ob wir auch eine Bootstour machen zu den vorgelagerten Inseln zum Schnorcheln, haben uns nun aber entschieden, das in Vietnam oder anderswo zu machen. Dafür war am Montag ein sehr ereignisreicher Tag. Wir wurden früh vom Hostel abgeholt und wurden zu den Elefanten gefahren, auf denen wir dann durch den Dschungel reiten durften. Normalerweise macht man eine lange Tour bis zu den Wasserfällen im Inselinneren, aber das lohnt sich leider jetzt zur Trockenzeit nicht. Also haben wir nur eine Stunde das Vergnügen gehabt.  Allerdings war das schon ein der sehr komisches Gefühl. Vorfreude, Spannung und Angst haben sich vermischt. Da steigt man auf dieses Riesentier und sitzt dann auf einer Bank, die auf dem Rücken befestigt ist und vor einem, am Kopf des Elefanten, ein kleiner Thai Mann – the driver. Man ist dem völlig ausgeliefert und fühlt sich etwas hilflos. Unser Elefant war sehr gemütlich und ist langsam durch den Wald geglitten. Der Elefant von Oyvind und Kathi wollte nicht ganz so wie der Führer und schnaubte und rannte querfeldein – etwas beängstigend, aber es ist alles gut gegangen. Nun können wir also sagen, dass wir auf einem Elefanten geritten sind, und würden es wohl nicht noch einmal tun. Carla durfte sogar den Platz des Führers einnehmen und sich auf den Nacken des Elefanten setzen. Denn der kleine Thai-Mann stieg plötzlich ab und wollte Fotosvon uns machen und fand es wohl sehr lustig, dass keiner von uns vor lauter Angst und Respekt den „sicheren“ Platz auf der Bank gegen den auf dem Nacken tauschen wollte – doch Carla hat sich letztenendes doch getraut. Und bereut es wohl nicht! Zum Glück ist er dann auch wieder über den Rüssel aufgestiegen und die Fahrt ging weiter. Außerdem war es wirklich toll, durch das dichte Gestrüpp des Regenwalds zu gleiten und alles von einer anderen Perspektive zu betrachten.

 

Nun zu Carlas Begegnungen mit der Tierwelt:

Zahlreiche Kriechtiere wie Ameisen, Mücken, Fliegen und so weiter, die zwar lästig sind, aber nicht wirklich Angst einflössen oder Schreianfälle auslösen. Spinnen, aber die töte ich sofort für meine Kleine.

Eine Schreiattacke im Restaurant, weil sie dachte, es wäre ihr ein Tier ins T-Shirt gefallen. Ich musste daraufhin alles untersuchen und die Nachbartische haben sich köstlich amüsiert. Ich habe nichts gefunden!

Bekanntschaft mit einem Frosch, auf den sie getreten ist als sie in einer Bar das Klo besuchte und sich die Hände wusch. Schreianfall. Starre. Hysterie. Ein Thai-Mann der beim Vorübergehen herzlich lachte und Carla sich daraufhin dreimal die Füße im Meer wusch vor lauter Ekel.

Und eine weitere Bekanntschaft mit zahlreichen fliegenden Tieren, die an unserer Tür zum Bungalow kleben und sofort entfernt werden müssen, damit Carla ein- oder austreten kann.

Die letzte wieder beim Essen mit einem unglaublich großen Käfer, der zuerst nur am Wegrand sass und sich großer Aufmerksamkeit der Passanten erfreute. Dann allerdings vom Inhaber, Thai, des Restaurants aufgehoben wurde, und auf eine Banane gesetzt wurde. Hat dem Käfer wohl nicht gefallen und er schwirrte durch die Gegend. Pock. Pock. Carla war starr vor Angst und schrie wieder einmal sehr zur Freude der Einheimischen – wir waren glücklicherweise schon fertig mit dem Essen und konnten schnell gehen.

Und heute durfte ich Bekanntschaft machen mit einer fliegenden Kakerlake oder sonst was. Auch ich fing also an zu schreien. Aber Oyvind, unser Held, hat sie totgeschlagen und sogar der Hosteleingentümer kam und fragte, ob alles in Ordnung wäre und was es denn war. Er war sichtlich amüsiert, als er hörte, dass es nur so ein Getier war.

Damit plagen wir uns also tagtäglich rum, aber das nimmt man gerne in Kauf und wir wussten es ja vorher, dass es uns so ergehen würde. Also, töte ich weiterhin die Tiere für Carla oder wir suchen jemanden, der es für uns macht.

 

Noch eine lustige Geschichte der letzten Nacht. Mal wieder gab es eine Party in einer Bar, mit einer wirklich guten Live Band – und diese Nacht haben wir unglaublich viele Promis getroffen – oder eben die Klone oder Doppelgänger. Generell verbringen wir unseren Urlaub hier mit Rudi Völler, denn hier läuft einer rum, der genauso aussieht mit seinem feschen Oberlippenbart. Allerings glauben wir nicht, dass Rudi Völler ebenso Strings am Strand trägt, wie dieser Typ. Und gestern lernten wir dann noch Karate Kid kennen, bei dem wir zwischendurch in der Bar Karaoke singen durften. Heute tut es uns leid, denn als wir heute dort vorbeigingen, grüßten uns die ganzen Thais und wir schämten uns sehr für den schlechten Gesang der vergangenen Nacht – manchmal sollte man eben ein Bier weniger trinken. Aber in dem Moment fühlte es sich unglaublich gut und richtig an. Dann war da noch Borat – ein Israeli, der eigentlich Barrack hieß, aber wir haben den Namen falsch verstanden, und fanden Borat viel lustiger. Allerings war der Beste ein Oompa Loompa, aus dem Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Dass die Thais kleiner als wir sind, ist ja bekannt, aber dieser war ein extrem kleines Modell und sah wirklich aus wie ein Oompa Loompa – zudem verhielt er sich auch so. Er wäre uns nicht aufgefallen, wenn er nicht immer versucht hätte, unser Getränk gegen seins zu tauschen. Carla war dann ganz unbewusst so clever und hielt das Getränk hoch und er kam nicht ran – er sprang sogar danach. Er stieg auf einen Stuhl, aber er schafft es nicht, es zu erreichen. Anfangs fanden wir es sehr unhöflich uns über ihn lustig zu machen, aber er verfolgte uns und war demnach selbst Schuld. So tauften wir ihn Oompa Loompa und wir müssen heute noch lachen, wenn wir nur daran denken wie der kleine Mann sich streckte und reckte.

Oyvind, as I said, I will right it down in english just for you. It was an awesome night out with you. We had so much fun and my stomach is still hurting because of laughing out loud all the time. Just remember the Oompa Loompa when you are back on board of your ship and you will smile. Oompa Loompa doompa-dee-doo. I have another puzzle for you… get my bucket, get my bucket!!! But you will never gonna get it, you will never get it!!

So ist das eben mit den Geschwistern Fürchterlich, nur Schabernack im Kopf. Und für diese Woche haben wir die passende verrückte Begleitung in Form von Oyvind und Kathi gefunden.

Nun ist also Mittwochmorgen und uns steht der letzte Tag bevor. Dann fahren wir nach Kambodscha – Siem Reap! Wir sind schon sehr gespannt, was uns dort erwartet und haben schon so viel gehört – nur Gutes! Jetzt wollen wir endlich selber dorthin, obwohl wir es hier so wunderschön finden. Also werden wir am Donnerstag wieder in einen Bus steigen, für etwa 10-12 Stunden, und gucken wie die Kambodschaner so ticken.

Wir melden uns dann von dort!!! Euch allen ALLES GUTE



Im Paradies

15 03 2010

da sind wir gerade. Koh Chang!!!

Da das Internet nicht ganz dem deutschem Standard entspricht, nur ein kurzer Bericht: Uns geht es gut!!!! Es ist herrlich… viele Menschen, die man hier kennenlernt, weißer Sandstrand, türkisblaues Meer und Sonne – Hitze!

Alles Weitere und Details ab Donnerstag, wenn wir in Kambodscha sind.

Unser Strand - Lonely Beach auf Koh Chang

Unser Strand - Lonely Beach auf Koh Chang



Glücksgefühle

10 03 2010

… die kriegt man hier ganz schnell!!

Nach wir vor geht es uns hier sehr gut. Allerdings wird die Stadt immer anstrengender, überall wird man angesprochen und vollgequatscht und soll was kaufen oder eine Tour buchen und so weiter. Es riecht überall nach Räucherstäbchen, Essen und Abgasen und es wird von Tag zu Tag lauter. Dennoch ist es nach wie vor sehr faszinierend und wir sind froh dies erleben zu können.

Gestern waren wir auf dem Floating Market. Das hieß für uns, dass wir um viertel vor sechs aufstehen mussten, um um sieben vom Hostel abgeholt zu werden. Denn der größte & schönste Floating Market liegt etwa eine Stunde außerhalb von Bangkok, deswegen haben wir dafür auch eine Tour gebucht. Also ging es in den Bus und vor Ort dann erstmal auf ein Longboat, Speedboot, über den Fluß zum Markt. Dort sind wir dann auf ein anderes kleines Ruderboot umgestiegen und haben uns durch das Geschehen kutschieren lassen. Unglaublich schön dort! Am Fluß stehen überall kleine Häuser, die teilweise total schön anzusehen sind und alles ist grün und blüht. Sogar Elefanten haben wir am Flussufer gesehen – allerdings sassen auf ihnen Touris. Auf dem Markt konnte man neben Lebensmitteln an den üblichen Garküchenund frischem, leckeren Obst natürlich auch die typischen Tourisachen kaufen. Es war wirklich richtig schön und toll für ein paar Stunde den Smog von Bangkok zu verlassen und mal einen blauen Himmel zu sehen.

Danach ging es wieder zurück in die große Stadt. Nach einer kurzen Verschnaufspause kam das totale Kontrastprogramm: MBK. Das wohl größte Shoppingcenter hier. Unglaublich was es dort alles zu kaufen gibt. Alles! Totale Reizüberflutung. Man könnte sich hier dumm und dämlich kaufen. Viele hatten leere Koffer im Gepäck, die dort wohl befüllt werden sollten. Wäre dies hier unsere letzte Station, würden wir es genauso machen. Aber so haben wir schön unser Geld bei uns behalten und einfach nur gestaunt und geguckt. Dort fing Carlas Pechsträhne an 🙂 In ihrem Essen, was wirklich sehr sehr lecker war, haben wir zum Schluss ein paar Blattläuse entdeckt, die wohl in den Kräutern sassen und mitgekocht wurden. Ups! Hat aber nicht geschadet und so kam sie auch mal zu ein paar Proteinen. Warum der Anfang einer Pechsträhne?  Nach dem Shopping Center hat sie sich ihren Cafe übergekippt, was ja noch nicht weiter schlimm war. Dann hat ihr allerdings am Abend ein kleines Vögelchen auf den Rücken gekackt… aber das bringt ja Glück, nich wahr?! Und für mich und Katharina, unsere Reisebekanntschaft, war es sehr amüsant und Carla hat es auch mit Humor genommen.

Nach dem Shoppingcenter ging es also kurz ins Hotel, um uns frisch zu machen und dann ab in die Bars. Neben der Khao San Road, die Backpacker Strasse schlechthin mit Jubel, Trubel & Heiterkeit, gibt es auch wirklich nette kleine Strassen mit süßen kleinen Bars und viel zu gucken. Und aus ursprünglich einem Bier wurden mehr und mehr und ein sehr lustiger Abend im Nightlife von Bangkok. Es ist wirklich unglaublich, wie viele Menschen man hier kennenlernt und das aus allen möglichen Ländern. Dennoch sind es neben Deutschen doch hauptsächlich Engländer und richtig viele Franzosen, die sich hier rumtreiben sowie weitere Asiaten, Chinesen und Japaner. Jean, hörst du – die Franzosen sind doch überall??  Man kommt schnell ins Gespräch und alle sind gleich – eben same same. Die meisten sind wirklich nur auf der Durchreise in Bangkok und fliegen entweder heim oder in das nächste Land. Ein toller Erfahrungsaustausch und es macht einfach Spaß. Eine wirklich lustige Nacht!

Dementsprechend ging es uns heute früh. Denn auch wenn es nur ein paar Bier waren (natürlich nur aus Flaschen) ist das in der Kombination mit der Hitze doch sehr belastend. Trotzdem haben wir uns aus den Betten gepellt, denn Bangkok rief zum letzten Tag. Also haben wir uns aufgemacht zum Grand Palace. Dort wurden wir dann mal wieder erst einmal nicht reingelassen wegen einer Zeremonie. Doch um 13 Uhr war es dann endlich so weit. Wir durften eintreten! Nur nicht so, wie wir gekleidet waren. Carla und ich hatten uns extra Tücher mitgebracht, die wir uns über die Schultern gelegt haben, um diese zu bedecken. Doch das hat denen nicht gereicht, wären ja schließlich nicht für die Schultern, sondern als Sarong, ein Wickeltuch, zu benutzen. Also mussten wir uns Hemden leihen. Ja, leihen für einen Deposit. Ich will garnicht drüber nachdenken, ob sie gewaschen waren oder wer da vorher schon so drinsteckte. Wir sahen auf jeden Fall totschick aus… Der Grand Palace und die umliegenden Tempel waren beeindruckend. So etwas schönes, also anderes, habe ich selten gesehen. Und dort herrschte Stille. Also schoben wir uns mit zig anderen Touris durch die Anlagen. Es war wirklich toll und wohl einMuss sich das anzugucken, wenn man hier ist.

Nun sind wir gespannt, was uns morgen erwartet, denn wir verlassen endlich die Hektik der Großstadt und fahren auf unsere kleine Insel, unser Paradies für’s Erste! Koh CHang, die Insel der Elefanten, denn Chang heißt übersetzt Elefant und diese gibt es dort wirklich. Zudem weiße lange Strände, türkises Wasser, Regenwald und Wasserfälle und hoffentlich ein bisschen Entspannung und Abwechslung und Freude. Es geht morgen früh um acht, unsere Reise fängt mit Schlafentzug an, los. Wir fahren mit dem Bus Richtung Südosten und dann mit einer Fähre auf die Insel. Unser concrete Bungalow im „The Sunflower“ http://www.the-sunflower.com/index.php/about erwartet uns schon und wir sind mal wieder voller Vorfreude. Also packen wir mal wieder unsere Rucksäcke und ziehen weiter.

Hier nun noch ein paar Eindrücke für euch von den letzten zwei Tage. Einfach Bilder anklicken zum Vergrößern – Viel Spaß!

Wir melden uns dann von der Insel.

Lieben Gruß



Same same, my friend!!!

8 03 2010

Der erste Tag in Bangkok – ein Erlebnis!!! Wir sind viiiiel gelaufen und konnten eine Menge Eindrücke sammeln, diese möchten wir gerne mit euch teilen sowie ein paar Bilder vom Flug:

Über den Wolken...

Über den Wolken...

Vor unserm Flieger in London

Vor unserm Flieger in London

Fast da!

Fast da!

 

Unser Bett im Hostel "Roof View Place", Bangkok

Unser Bett im Hostel "Roof View Place", Bangkok

Hostel - TV, Kühlschrank, Klimaanlage und Balkon

Hostel - TV, Kühlschrank, Klimaanlage und Balkon

Blick vom Dach unseres Hostels - ja, der Name ist Programm!

Blick vom Dach unseres Hostels - ja, der Name ist Programm!

Auf dem Dach

Auf dem Dach

 

Mit Fahnen behangen...

Mit Fahnen behangen...

Mongkut - der goldene Buddha

Mongkut - der goldene Buddha

Mongkut - "The Great Buddha"

Mongkut - "The Great Buddha"

 

Der König und seine Frau, vorne ein Tuk Tuk und ein pinkes Taxi

Der König und seine Frau, vorne ein Tuk Tuk und ein pinkes Taxi

Chang - Thai Beer

Chang - Thai Beer

Fazit des Tages: wir sind gesund! Bis jetzt alles vertragen, sprich kein Durchfall! Keinen Sonnenbrand oder – stich! Hitze, nur am Schwitzen! Sehr lecker Thai gegessen! Nicht überfallen worden! Neuer Lieblingsausdruck: „same same, my friend“ – My friend erklärt sich von selbst, aber „same same“ ist schon sehr witzig, denn es begegnet einem hier überall… warum man es wiederholt??? Das wissen wir noch nicht!
Wir haben heute sogar schon eine Weltreise-Bekanntschaft, eine Alleinreisende, gemacht,  – und ratet mal woher: aus der Heimat, Rheda Wiedenbrück – sie sind doch überall!
Eigentlich wollten wir heute noch in den Grand Palace, allerdings war dieser geschlossen aufgrund von Feierlichkeiten des Königs. Dieser hat dort den großen Buddha geehrt und da durften wir leider nicht dabei sein. Wenn der wüßte, was er da verpasst hat 🙂 Also fahren wir am Mittwoch noch einmal dahin, denn das muss man wohl gesehen haben. Morgen geht es dann zum Floating Market, einem Markt auf kleinen Booten mitten auf dem Fluß.
Bis dahin… viel Spaß beim Lesen und Gucken! Uns macht es derzeit noch sehr viel Spaß das alles hier mit euch zu teilen!


Gelandet!

7 03 2010

So, nun melden wir uns also doch schneller als gedacht wieder. Aber wir sitzen grad in unserem Hostel auf dem Bett und haben Internet und Fernsehen und sowieso ist es echt sehr niedlich hier. Klar nicht europäischer Standard, aber darauf haben wir uns ja eingestellt – wir haben ein Fenster, Wasser und ein Bett – was braucht man mehr? 🙂

Wir sind demnach gut angekommen. Gepäck ist da. Wir sind da und die Hitze auch. Der Flug war anstrengend, Carla hat geschlafen wie ein Stein und ich hab mich mit dem Movie-on-demand Programm vergnügt – 2 Spielfilme, ein paar Fernsehserien, lecker Essen – wer braucht da schon Schlaf? Dementsprechend fertig sind wir jetzt, aber dennoch so glücklich. Allerdings haben wir es noch immer nicht realisiert. Wir sassen eben auf der Dachterrase unseres Hostels, mit einem tollen Blick über das beleuchtete Bangkok und haben das erste Mal ein klitzekleines Bisschen realisiert, dass dies nun der Anfang von einem wunderbaren Jahr ist! Wahnsinn!!! Man kann uns wohl verrückt nennen.

Der Transport zum Hostel hat wunderbar geklappt, wir hatten ja einen Pick-up bestellt vom Hostel aus und da stand nun der kleine Thailänder mit meinem Namen auf einem Schild unter hunderten von anderen kleinen Thais. Die Fahrt war schon ein Erlebnis! Große Strassen, viele Autos und Verkehrsregelen scheinen nicht wirklich zu zählen. Mr Masamarn, der Taxifahrer, mühte sich mit seinen Englischkenntnissen ab und zückte ab und zu sein Wörterbuch – wirklich sehr süß und bemüht. Er komme aus Chang Mai und dort müssen wir doch unbedingt hin und so weiter. Dann zeigte er in seinem auf ein Wort „tall“ und zeigte nun auf uns. Dann zeigte er auf „short“ und meinte sich. Sehr niedlich! Dennoch war es schon sehr komisch einmal „die Weiße“ zu sein. Um uns herum waren schon am Flughafen fasst nur Asiaten, Chinesen, Japaner, Thais und wir mitten drin – die zwei großen Blonden. Da fielen schon viele Blicke auf uns. Und auch ins Taxi wurde gestarrt, die Erklärung des Taxifahreres dafür war, dass wir „beautiful“, also hübsch, sind. Also sehr süß, aber dennoch zurückhaltend angenehm.

Wir wurden also sicher und zeitig am Hostel „Roof View Place“ mitten in Bangkok abgesetzt. Nach dem Check In sind wir auf unser Zimmer gegangen, was wirklich den Bildern im Internet entspricht. Es ist sauber und wir können sogar unsere Getränke kühl lagern – schon fast luxuriös.

Nachdem wir uns ein bisschen besonnen haben, haben wir noch eine kleine Tour durch die Nachbarschaft gemacht, zu der ich Carla anfangs überreden musste. Denn es wird hier um sechs Uhr schon dunkel und wir kennen uns ja nun wirklich nicht aus, aber irgendwann müssen wir uns doch dem Leben hier stellen, welches wir nun mehr als 6 Wochen führen werden. Und wir kehrten ins Hostel zurück mit einer Tuk-Tuk-Fahrt hinter uns, einem Besuch in der Touristen Information, TAT, einer Begegnung mit einem hilfsbereiten Tourist-Policeman, der uns den Weg erklärte und vielen neuen Eindrücken. Und Carlas Angst vor der neuen Welt haben wir somit auch bekämpft.

Nun sind wir einfach nur noch kaputt und freuen uns auf unser hartes thailändisches Bett. Zudem macht das Wetter hier einen echt fertig. Wir haben 35 C° mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit und es ist wie als wenn man gegen eine Mauer läuft. Ach ja, aber die Klimaanlage in unserem Zimmer hilft uns auch dies zu überstehen.

Nun also „lah gòrn“… uns geht es gut!!!



Der Abend davor

5 03 2010

Unsere Lieben,

wer weiß, wann und wo wir wieder Gelegenheit finden, uns zu melden. Deswegen möchten wir uns an dieser Stelle einmal bei euch allen für die Anteilnahme, das Interesse, die Unterstützung, eure Freundschaft und Liebe bedanken.

Wir haben nun schon einige Abschiede zelebriert, in Bielefeld und in Berlin, unter Familienmitgliedern und mit Freunden und nun geht es endlich los!

Hoffentlich können wir euch schon bald von unseren ersten Eindrücken berichten und diese mit euch teilen.

Hier nun der letzte Gruß & Kuss aus Deutschland.

Eure Carla & Laura



Ich packe meinen Koffer

3 03 2010

… und nehme mit…

Also eigentlich packen wir ja unsere Rucksäcke und dies gestaltet sich gar nicht so einfach. Denn was nimmt man mit für ein Jahr, wenn man sich auf 20 kg und einen Rucksack pro Person beschränken muss? Diese Frage stellten wir uns schon recht früh und eigentlich war es dann doch nicht so schwierig sich zu entscheiden. Die Tatsache, dass wir dem Sommer hinterher reisen, hat uns bei der Entscheidung allerdings sehr geholfen. Und so kommen ein paar T-Shirts mit, unsere schicken Funktionskleider, wie Trekkinghose (auch gegen Mücken) und Hemden, ein paar Shorts und Röcke und natürlich trotz Sommer auch die Regenjacke. Das wichtigste Utensil ist natürlich der Bikini – davon müssen gleich zwei mit für die Abwechslung!

Die anderen praktischen Dinge, wie Reiseapotheke & First-Aid Täschchen, Mückenschutz, Reiseunterlagen, Kosmetika, Seiden-Schlafsack nehmen da fast genauso viel Platz weg wie die Klamotten.

Nun ist also alles verpackt!Geschnürt!Gezurrt! Und mit 13,5 kg (Laura) und 14 kg (Carla) ist noch Luft für mehr.

 

Laura's Hab & Gut für ein Jahr

Laura's Hab & Gut für ein Jahr

 

Unsere treuen Weggefährten für das kommende Jahr

Unsere treuen Weggefährten für das kommende Jahr

 

Es kann losgehen!!!!!!!!